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Migräne Kopfschmerzen Leberenergie

Migräne und Kopfschmerzen aus Sicht der TCM

was dein Körper dir wirklich sagen will


Migräne und Kopfschmerzen sind kein Schicksal. Sie sind eine Botschaft, doch leider haben die meisten von uns nie gelernt, sie zu verstehen. Rund vier Milliarden Menschen weltweit sind von wiederkehrenden Kopfschmerzen betroffen – allein in Österreich leidet etwa eine Million Menschen an Migräne.


Und doch wird sie von vielen noch immer als „Befindlichkeitsstörung“ abgetan. Als etwas, das man eben hat. Mit dem man leben muss. Aber was, wenn Migräne kein Zufall ist? Kein isoliertes Symptom, das einfach „passiert“? Was, wenn sie eine Sprache spricht – und wir nur gelernt haben, sie zu unterdrücken, statt sie zu verstehen?


Genau diese Frage hat mich vor über 16 Jahren zu meinem eigenen Weg in die Traditionelle Chinesische Medizin geführt. Ich selbst litt unter Migräne, Unverträglichkeiten und Erschöpfung – ohne zu verstehen, warum, bis ich begann, meinen Körper durch eine völlig andere Brille zu betrachten.


Was die StatistikZahlen zu MIGRÄNE zeigen

Kopfschmerzen gehören zu den häufigsten gesundheitlichen Beschwerden weltweit.


Und trotzdem hat ein großer Teil der Betroffenen nie wirklich Hilfe gesucht.

Das sagt viel aus. Nicht nur über das Gesundheitssystem sondern auch über das Gefühl vieler Menschen: „Es wird mir sowieso niemand wirklich helfen können.“


Was die westliche Medizin erklärt und was oft offen bleibt

Die westliche Medizin beschreibt Migräne als neurologische Erkrankung mit Beteiligung von:


  • Blutgefäßen
  • Nervenbahnen
  • Botenstoffen wie Serotonin


Es wird unterschieden zwischen:


  • Spannungskopfschmerz
  • Migräne mit oder ohne Aura
  • Cluster-Kopfschmerz uvm.



Und dennoch bleibt für viele eine entscheidende Frage unbeantwortet:


     Warum kommt die Migräne immer wieder?


     Warum genau in bestimmten Situationen – bei Stress, vor der Periode oder bei Erschöpfung?


Genau hier setzt die Traditionelle Chinesische Medizin an bietet einen kompett anderen Blickwinkel auf diese Thematik.


Migräne aus Sicht der TCM Wenn das Holzelement unter Druck gerät

In der TCM ist Migräne kein isoliertes Symptom. Sie ist Ausdruck eines energetischen Ungleichgewichts – meist im Bereich der Leber und des Holzelements.


Die Leber übernimmt in der TCM eine zentrale Rolle:


  • Sie sorgt für den freien Fluss von Qi (Lebensenergie)
  • Sie reguliert Emotionen
  • Sie unterstützt unsere Fähigkeit zur Planung, Entscheidung und inneren Ausrichtung

Das bedeutet nicht einfach nur, dass „etwas blockiert ist“.


Die Leber hat in der TCM die Aufgabe, den Qi-Fluss im gesamten Körper in Bewegung zu halten –
sie sorgt dafür, dass Energie, Blut und Emotionen frei zirkulieren können.


Man könnte sagen: Die Leber ist das System, das für innere Bewegung und Flexibilität verantwortlich ist.


Wenn dieser Mechanismus gestört ist – etwa durch:

  • chronischen Stress
  • unterdrückte Emotionen
  • dauerhaften inneren Druck
  • fehlende Regeneration

dann verliert das System seine Fähigkeit, Spannung auszugleichen und Qi beginnt zu stocken.

Und genau dieses „Stocken“ ist nicht statisch, es baut Druck auf. Dieser Druck zeigt sich dann nicht nur emotional (Reizbarkeit, innere Unruhe), sondern auch körperlich:

  • Spannung im Nacken
  • Druck im Kopf
  • Schmerzen hinter den Augen
  • Migräneanfälle

Die Beschwerden entstehen also nicht zufällig, sie sind Ausdruck eines Systems, das seine Beweglichkeit verloren hat.


Der entscheidende Perspektivwechsel

Die meisten Menschen suchen bei Migräne nach einem Auslöser.


Zu wenig Schlaf.
Zu viel Stress.
Falsches Essen uvm.


Die TCM stellt eine andere Frage: Warum kann dein Körper diesen Druck nicht mehr ausgleichen?


Denn nicht der einzelne Auslöser ist das eigentliche Problem sondern die Fähigkeit deines Systems, damit umzugehen.


Typische Symptome einer Leber-Qi-Stagnation

Wenn die Leber-Energie nicht frei fließen kann, zeigt sich das oft sehr deutlich:


  • Spannung im Nacken und Schulterbereich
  • Kopfschmerzen an den Schläfen
  • Migräne (häufig einseitig)
  • Schmerzen hinter den Augen
  • Reizbarkeit oder Stimmungsschwankungen
  • das Gefühl von innerem Druck oder „Angestaut-Sein“
  • Verdauungsbeschwerden

Bleibt diese Stagnation bestehen, kann sie sich in Hitze umwandeln.

In der TCM spricht man dann von:


  • aufsteigendem Leber-Yang
  • oder Leber-Feuer

Typisch sind dann:


  • starke, pulsierende Schmerzen
  • Lichtempfindlichkeit
  • Übelkeit
  • Rückzugsbedürfnis

Warum Frauen besonders häufig betroffen sind

Migräne tritt bei Frauen deutlich häufiger auf – und das ist aus TCM-Sicht kein Zufall. Die Leber steht in enger Verbindung mit dem Blut und dem Menstruationszyklus. Wenn die Leber-Energie gestört ist, zeigt sich das oft besonders deutlich:


  • vor der Periode
  • bei hormonellen Schwankungen
  • in stressintensiven Phasen
  • in den Wechseljahren

Viele Frauen berichten: „Meine Migräne kommt immer kurz vor der Periode.“

Die westliche Medizin spricht hier von Hormonen. Die TCM erkennt darin ein Leber-Blut-Ungleichgewicht.


TCM-Ernährung bei Migräne: Was du konkret tun kannst

Die gute Nachricht: Du musst dein Leben nicht komplett umstellen. Oft sind es kleine Veränderungen, die bereits spürbar entlasten.


Was die Leber belastet

  • Alkohol (erwärmt und staut Leber-Qi)
  • zu viel Kaffee
  • fettige, schwere Speisen
  • unregelmäßige Mahlzeiten
  • große Mengen Rohkost
  • chronischer Stress und unterdrückte Emotionen

Was die Leber unterstützt

  • leicht saure Lebensmittel (Zitrone, Essig)
  • grünes Gemüse (z. B. Brokkoli, Spinat, Fenchel)
  • frische Kräuter (Petersilie, Pfefferminze, Koriander)
  • Radieschen (bewegen Qi und kühlen)
  • Kurkuma (wirkt entzündungshemmend und bewegend)

Lebensstil – oft unterschätzt

In der TCM ist Bewegung eines der wirksamsten Mittel gegen stagnierendes Leber-Qi.

Schon einfache Dinge helfen:


  • tägliche Bewegung an der frischen Luft
  • bewusste Pausen
  • Entscheidungen treffen statt aufschieben
  • Emotionen wahrnehmen und ausdrücken

Das ist echte Regulation – nicht nur Symptomkontrolle.


Wann du Migräne unbedingt abklären solltest

Wichtig: du solltest immer eine medizinische Abklärung vornehmen lassen. Die TCM ergänzt, sie ersetzt keine schulmedizinische Diagnostik!


Mein Fazit nach über 16 Jahren Praxis

Migräne ist in den meisten Fällen kein Zufall. Sie ist ein Signal, ein Hinweis darauf, dass etwas im System aus dem Gleichgewicht geraten ist. Die TCM bietet hier einen Zugang, der oft erstmals Zusammenhänge sichtbar macht zwischen Körper, Emotionen und Lebensweise.

Und genau darin liegt ihre Stärke.


Möchtest du tiefer einsteigen?

Wenn du dich in diesen Punkten wiedererkennst, lohnt es sich, genauer hinzuschauen.


In meinem kostenlosen TCM Talk am 7. April um 19 Uhr zeige ich dir:


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  • warum Migräne und PMS oft dieselbe Ursache haben
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Es gibt viel zu lernen über das Holzelement. Lies dazu auch gerne hier weiter: https://veraprissmann.at/tcm-bedeutet-veraenderung/




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Über die Autorin


In den letzten Jahren habe ich gelernt, was es heißt, wirklich bei sich selbst anzukommen. Die Traditionelle Chinesische Medizin, tiefe Selbstreflexion und das Wissen um die Kraft weiblicher Energie wurden zu meinem inneren Kompass.


Ich habe mein Leben neu sortiert, alte Überzeugungen hinterfragt und mich für etwas entschieden, das radikal einfach klingt: Klarheit. Wahrheit. Selbstverbundenheit.


Heute begleite ich Frauen, die wie ich stark sind – aber erschöpft. Die sich nach Tiefe, nach echter Veränderung und einem Leben jenseits der Funktionsfalle sehnen.
Ich unterstütze sie dabei, ihren eigenen Weg zu finden. Mit TCM, mit Struktur, mit Herz.


Nicht höher, schneller, weiter – sondern echter, freier, leiser. Und manchmal auch mutiger als gedacht.


Denn ich glaube daran, dass Veränderung möglich ist – wenn wir beginnen, uns selbst wieder zuzuhören.




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